Gartenordnung für städtische Kleingärten
Diese Gartenordnung bildet einen Bestandteil des Pachtvertrags und ist für jeden Nutzberechtigten von städtischen Kleingärten verbindlich. Der Generalpächter ist verpflichtet, diese Gartenordnung im Rahmen von Unterpachtverträgen an die Unterpächter zu überbinden. 1. Gartenbenützung und Bewirtschaftung Kleingärten dienen der individuellen Erholung und Gesundheit des benutzungsberechtigten     Personenkreises.     Kleingärten sind gärtnerisch auszugestalten und zu pflegen.     Durch die Gartennutzung dürfen keine Belästigungen, die das ortsübliche Ausmaß überschreiten, für Nachbarn entstehen.     Die Betreuung des Kleingartens hat maßgeblich durch den Unterpächter, dem Ehegatten, Verwandten in gerader Linie oder ein     Wahlkind zu erfolgen.     Wenn an Stelle des Unterpächters oder einer gemäß § 14Abs. 2 Bundeskleingartengesetz begünstigten Person den Kleingarten     vorübergehend zu betreuen hat,     ist dies dem Generalpächter und der Vereinsleitung schriftlich anzuzeigen und deren Zustimmung einzuholen. 2. Bepflanzung und Einfriedung    1. Bei allen Anpflanzungen hat der Nutzungsberechtigte stets auf die Kulturen seiner Nachbarn hinsichtlich Beschattung und        Nährstoffentzug Rücksicht zu nehmen.        Bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Nachbarn ist eine Beratung durch den zuständigen Gartenberater für Obst- und Gartenbau        einzuholen.       Können Meinungsverschiedenheiten auf diesem Weg nicht beseitigt werden, hat die zuständige Fachdienststelle des Magistrats       gegenwärtigdie MA 42 - zu entscheiden.       Diese Entscheidung wird als verbindlich anerkannt, für die Kosten haftet der Nutzberechtigte jenes Gartens, von dem die Belästigung       ausging.   2. Bei der Bepflanzung von Kleingärten soll heimischen standortgerechten Gehölzen der Vorzug gegeben werden.   3. Durchgehende geschlossene Hecken über 1,50 m sind nur in exponierten Lagen, z.B. zu lärmenden Bereichen von       Gemeinschaftsflächen, Müllsammelplätzen - alsWindschutz und entlang der äußeren Abgrenzung der Kleingartenanlage gestattet.   4. Einfriedungen dürfen nicht mit Sichtblenden, wie z.B. Schilfmatten, Plastikmaterialien usw. versehen werden.   5. Die fachgerechte Kompostierung von Pflanzenabfällen ist nur in geeigneten Kompostsilos gestattet.   3. Pflanzenschutzmaßnahmen - Schädlingsbekämpfung Jeder Kleingarteninhaber ist verpflichtet, die in seinem Kleingarten       wachsenden Pflanzen tunlichst frei von Krankheiten                und Schädlingen zu halten. Die entsprechenden Landesgesetze und Empfehlungen des Amtlichen Pflanzenschutzdienstes       für Wien sind zu beachen.       Die Anwendung von Herbiziden zur Unkrautbekämpfung in Kleingärten und Kleingartenanlagen ist nur aufgrund einer schriftlichen       Bewilligung des Liegenschaftseigentümers gestattet.   4. Abfallverbrennung Das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen in geringen Mengen ist nur bei Tageslicht unter Berücksichtigung       der notwendigen Sicherheitsvorkehrungen